Bruno Walpoth

09. Dezember 2016 - 20. Januar 2017

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„Neue Arbeiten“

Die Galerie Frank Schlag & Cie. zeigt nach 2011 und 2012 jetzt die dritte Einzelausstellung des international bekannten Bildhauers Bruno Walpoth. Die Ausstellung zeigt neben Zeichnungen und Editionen, Portraits, Büsten und lebensgroße Holzskulpturen die im Laufe der letzten 12 Monate im Atelier für die Show entstanden sind.

Der Bildhauer Bruno Walpoth, 1959 in Bressanone geboren, hat sich in seinem künstlerischen Schaffen bevorzugt dem Material Holz verschrieben. Die Wahl dieses Werkstoffs zur Herstellung seiner lebensechten Skulpturen und Büsten ist nicht dem Zufall zu verdanken. Zu seiner Heimat, dem Grödental in Südtirol, fühlt er eine tiefe Verbundenheit, die sich in seinen Holzskulpturen manifestiert hat. Die grobe Holzstruktur lässt er in einigen Werken, beispielsweise in der Kleidung, bewusst erkennbar, verleugnet diese nicht, hebt sie vielmehr hervor. Diese Partien sind zumeist farbig gefasst, wohingegen die Haut der oftmals unbekleideten Körper lediglich weiß lasiert wird, wodurch die Arbeiten eine Art Ruhe ausstrahlen.

Es ist die Vorgehensweise, der Prozess der Entstehung, der den Skulpturen Walpoths Leben einhaucht und Ihnen dieses gewisse Etwas, eine Art Aura verleiht. Zwar dienen ihm auch Zeichnungen und Fotografien als Vorlage, doch arbeitet er vorzugsweise nach dem Bilde und in physischer Anwesenheit seiner, meist jugendlichen, Modelle, die er höchst realistisch und anatomisch korrekt nachbildet. Dabei liegt der Fokus nicht auf der Darstellung der individuellen charakteristischen Züge der jeweiligen Modelle, sondern primär auf der Ausbildung einer idealen Schönheit, eines Abbilds des jugendlichen Körpers in der Blütezeit seines Lebens. Die Gesten und Gesichtszüge der Werke sind von subtiler und doch erhabener Schönheit, aktiv und passiv zugleich, teilweise in sich gekehrt oder im Gespräch mit sich selbst. Einige der Figuren sind menschengroß, in stehender Haltung, andere in liegender Position, fast als schliefen sie oder kauern gekrümmt auf dem Boden. Ihre erstaunliche Präsenz, ob im Raum oder in der Landschaft inszeniert, macht die besondere Wirkung der Holzskulpturen Bruno Walpoths aus.

Anfang 2017 wird ein Katalog zur Ausstellung erscheinen.